Ferdinand Avenarius

Dir

"Gott, einen Menschen zeig mir, der unbeirrt
Von Lockendem, nie von Drohendem weggeschreckt,
Befreiten Hauptes durch Dulden und Taten geht
Rein überm Staube,

Dass bei ihm rasten kann glaubend mein ganzes Ich,
Dass er die Menschen mir zeige als dein Geschlecht, --
Denn, sieh, zu lieben deine Geschöpfe, Gott,
Siehe: ich brauch es

Wie deine Sonne . . . "

So rang ich oft beklommen,
Das Herz zum Brechen schwer,
Dann ist der Friede kommen,
Mein Weib, mit dir daher.