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Einsam grünender Ölbaum, der am wilden
Moosgesteine sich trauernd hinbeugt, atme
Kühlung über den Fremdling; Sommergluten
Sprühte der Maitag.

Hier wohnt Stille des Herzens; goldne Bilder
Steigen aus der Gewässer klarem Dunkel;
Hörbar waltet am Quell der leise Fittich
Segnender Geister.

Fleuch! Des Künftigen Traum verwallt in Nebel.
Eitle Schattengebilde des Vergangenen!
Einen Tropfen der Lethe nur, und Psyche
Schauert vor Wonne.

Friedrich Matthisson

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