Gedichte Gedichte

Eine auserlesene Sammlung exzellenter Gedichte von renommierten (hauptsächlich deutschen) Dichtern, denen es gelang den Geist (oder Logos) der Worte in Versform zu reimen.

Inhalt

Begriffe

 

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nicht möglichst viele Gedichte eines Autors, sondern nur die Besten zu sammeln.

 

In der Buchbranche ist eine Anthologie (auch: Blütenlese; vom griechischen anthologein; antho (Blume) und legein (sammeln)) eine Sammlung literarischer Werke verschiedener Autoren, die von einem Herausgeber ausgewählt werden; es kann sich um eine Kollektion von Theaterstücken, Gedichten, Kurzgeschichten, Liedern oder Textfragmenten handeln.

Poesie

Poesie (abgeleitet vom griechischen poiesis, "machen, schaffen" siehe auch "kreativ") ist eine Form der Literatur, die ästhetische und oft rhythmische Eigenschaften der Sprache - wie Phonästhetik, Prosodie, Klangsymbolik und Metrum - gebraucht.

Ursprünglich war ein „Gedicht“ alles schriftlich Abgefasste; in dem Wort „Dichtung“ hat sich noch etwas von dieser Bedeutung erhalten. Seit dem 17. Jahrhundert wird der Begriff im heutigen Sinn für poetische Texte verwendet.

"Poem" ist im Englischen die Bezeichnung für ein Gedicht; "Poetry" steht für Versdichtung im Allgemeinen. Im Russischen meint "Poem" ein größeres (zyklisches) Werk der lyrischen Dichtung, oft mit epischen Zügen. Historisch wurde der Begriff vom deutschen Bildungsbürgertum abschätzig als Synonym für triviale Dichtung verwendet.

Lyrik

Lyrik ist eine formale Form der Poesie, die persönliche Emotionen oder Gefühle zum Ausdruck bringt und in der Regel in der ersten Person gesprochen wird. Sie ist nicht mit Liedtexten gleichzusetzen, auch wenn diese oft im lyrischen Modus verfasst sind.
Der Begriff leitet sich von einer Form der altgriechischen Literatur ab, die sich durch ihre musikalische Begleitung, in der Regel auf einem Saiteninstrument, der Leier, auszeichnete.
Die Literaturtheorie basiert teilweise auf der von Aristoteles entwickelten Unterteilung in 3 Kategorien (Klassiker): Lyrik, Dramatik und Epik.

"Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen können zusammen oder abgesondert wirken." - Johann Wolfgang von Goethe

Beispiele sind:

Interpretation

Die Poetik ist die Lehre von der Dichtkunst. Sie unterscheidet sich von der Hermeneutik (Theorie der Interpretation von Texten; griechisch: hermēneúein, deutsch: ‚erklären‘, ‚auslegen‘) dadurch, dass sie sich nicht auf die Bedeutung eines Textes konzentriert, sondern darauf, wie die verschiedenen Elemente eines Textes zusammenkommen und bestimmte Effekte beim Leser hervorrufen.

Kritik

Hans Magnus Enzensberger (* 1929) ist ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer. Seine bekannteste Auseinandersetzung mit den Medien, vor allem mit dem Fernsehen, ist sein Aufsatz "Baukasten zu einer Theorie der Medien" (1970). Darin bezeichnet er die elektronischen Medien als Hauptinstrumente der „Bewusstseins-Industrie“ im Sinne der "Frankfurter Schule", der er weitgehende Steuerungs- und Kontrollmacht über die Gesellschaft zuschreibt (Ich sag nur: Binge Watching ;-).

Sein Essay "Bescheidener Vorschlag zum Schutz der Jugend vor den Erzeugnissen der Poesie" (1977 (Zeitschrift Tintenfisch), 1988 (Mittelmaß und Wahn); ca. 3 DIN A4 Seiten) basiert teilweise auf dem Konzept von Susan Sontag "Against Interpretation" (1966; ca. 5 DIN A4 Seiten).
Es handelt sich um eine rezeptionsästhetische Kampfansage - um eine Kritik an der, u.a. in deutschen Klassenzimmern in den Rang einer Doktrin erhobenen, Interpretation. Der erfrischende Aufsatz ist in Deutschland völlig unbekannt und nur im "Giftschrank" einiger Universitäten auffindbar. Eine kleine Kostprobe:

"Der Lehrkörper, der in diesen Zeugnissen in Erscheinung tritt, ist keineswegs homogen; seine Methoden reichen von der subtilen Einschüchterung bis zur offenen Brutalität. […] All dieser Nuancen ungeachtet, macht jener Lehrkörper doch im ganzen den Eindruck einer kriminellen Vereinigung. […] Als Tatwaffe dient jedesmal ein Gegenstand, dessen an und für sich harmlose Natur ich bereits dargelegt habe: das Gedicht. […] Die analoge Fertigkeit, die es erlaubt, aus einem Gedicht eine Keule zu machen, nennt man Interpretation."

"Doch gibt es in diesem permanenten Wechsel der Garderobe und des Jargons auch einige Konstanten. Deren wichtigste ist die "idee fixe" von der „richtigen Interpretation". An dieser Wahnvorstellung wird mit unbegreiflicher Hartnäckigkeit festgehalten, obwohl ihre logische Inkonsistenz und ihre empirische Unhaltbarkeit auf der Hand liegen."

Weiter geht es unten auf der Seite der Gedichte Hörst du wie die Brunnen rauschen (Brentano), Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren (Novalis) sowie Wünschelrute (Eichendorff).

Reim

Ein Reim ist eine Wiederholung ähnlicher Laute in den letzten betonten Silben. Meistens wird er als ästhetischer Effekt in der Endstellung von Zeilen in Gedichten oder Liedern verwendet. Zudem wird der Begriff manchmal auch als Kurzbezeichnung für ein kurzes Gedicht verwendet, z.B. einen Kinderreim.

Metrum

Ein Großteil der Lyrik beruht auf einem regelmäßigen Metrum (Versmaß), das entweder auf der Anzahl der Silben oder auf der Betonung beruht. Die gebräuchlichsten Metren sind die folgenden:

Einige Formen weisen eine Kombination von Metren auf, wobei für den Refrain oft ein anderes Metrum verwendet wird.

Form

Poetische Texte treten in zahlreichen sprachlichen Formen auf. Auf verschiedenen Ebenen der sprachlichen Gestaltung unterscheidet man:

Kadenz

Unter Kadenz versteht man in der Verslehre die metrisch-rhythmische Gestalt des Versschlusses, also der letzten Silben des Verses von der letzten betonten Silbe an.
Der Begriff Kadenz stammt von dem italienischen Wort "cadenza" „das Fallen“ (von lateinisch "cadere" „fallen“ / „stürzen“) und beschreibt, wie ein Vers "abfällt", also endet.
Es werden aufgrund der Anzahl der Silben und des Vers-Schlusses 3 Formen unterschieden:

Die Bezeichnungen „männlich“, „weiblich“, „stumpf“, „klingend“ usw. entsprechen dabei den gebräuchlichen Bezeichnungen für Reime entsprechender Länge, wobei die Kadenz unabhängig vom Endreim ist, das heißt auch ein ungereimter Vers kann zum Beispiel eine weibliche Kadenz haben.

In der deutschen Sprache sind die grammatikalisch weiblichen Wörter am Ende meistens unbetont, während die männlichen Wörter meistens betont sind.

Der reiche Reim ist als Endreim im Deutschen sehr selten. Ebenso selten ist eine reiche Kadenz: auch daktylischen Verse enden meist katalektisch, das heißt der letzte Daktylus —◡◡ wird zu —◡ verkürzt.

 

Autoren (alphabetisch (Nachname)) A bis K

Die mit (*) gekennzeichneten Einträge sind eine Empfehlung der Redaktion, von Dichtern, die eine erkleckliche Anzahl an "bemerkenswerten" Gedichten geschrieben haben. Diese Auswahl ist subjektiv und soll nur eine Orientierung für interessierte Leser darstellen.


"Die Welt ist alles, was der Fall ist." - Satz 1

"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." - Satz 5.6

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen." - Satz 7

Quelle: Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951) - Tractatus Logico-Philosophicus


Autoren (alphabetisch (Nachname)) L bis Z

 


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Prosa

Prosa bezeichnet die unstrukturierte Sprache im Gegensatz zur Formulierung in Versen, Reimen oder in rhythmischer Sprache.

Es handelt sich um eine Form der Sprache, die in der Regel einen natürlichen Redefluss und eine grammatikalische Struktur aufweist. Das Wort "Prosa" leitet sich vom altfranzösischen prose ab, das wiederum auf den lateinischen Ausdruck prosa oratio (wörtlich: geradlinige oder direkte Rede) zurückgeht. Werke der Philosophie, Geschichte, Wirtschaft usw., des Journalismus und der meisten Belletristik sind Beispiele für in Prosa geschriebene Werke.

Sie unterscheidet sich von den meisten traditionellen Gedichten, deren Form eine regelmäßige Struktur aufweist und aus Versen besteht, die auf Metrum und Reim basieren.

Ein Beispiel, wie derselbe Stoff sowohl als Prosa, als auch als Lyrik verarbeitet werden kann ist das Werk Der Engel im Walde von Gertrud Kolmar.


 

Übrigens: manche Dichter haben nicht nur gedichtet, sondern quasi nebenbei, auch eine erkleckliche Sammlung an Bonmots, Aphorismen und Sentenzen produziert. Auf unserem Schwesterprojekt finden sie diese Zitate — fein säuberlich nach Autoren und Themen sortiert.


Auswahl

Eine Liste von Dichtern mit einer Handvoll von "interessanten" Gedichten

Geschichte

Die Poesie hat eine lange Geschichte - sie reicht zurück bis in die prähistorische Zeit mit der Jagdpoesie in Afrika und zur panegyrischen und elegischen Hofpoesie der Reiche im Nil-, Niger- und Voltatal. Einige der frühesten schriftlichen Gedichte in Afrika finden sich in den Pyramidentexten, die im 25. Jahrhundert vor Christus geschrieben wurden. Die früheste erhaltene westasiatische epische Dichtung, das Gilgamesch-Epos, wurde in sumerischer Sprache verfasst.

Frühe Gedichte auf dem eurasischen Kontinent entwickelten sich aus Volksliedern wie dem chinesischen Shijing oder aus dem Bedürfnis, mündlich überlieferte Epen nachzuerzählen, wie bei den sanskritischen Veden, den zoroastrischen Gathas und den homerischen Epen, der Ilias und der Odyssee. Die antiken griechischen Versuche, Poesie zu definieren, wie z.B. Die Poetik von Aristoteles, konzentrierten sich auf den Gebrauch der Sprache in Rhetorik, Drama, Gesang und Komödie. Spätere Versuche legten ihren Schwerpunkt auf Merkmale wie Wiederholung, Versform und Reim und betonten die Ästhetik, die die Poesie von der eher objektiv-informativen prosaischen Schrift unterscheidet.

Die Poesie verwendet Formen und Konventionen, um unterschiedliche Interpretationen von Wörtern zu suggerieren oder um emotionale Reaktionen hervorzurufen. Mittel wie Assonanz, Alliteration, Onomatopoesie und Rhythmus können musikalische oder beschwörende Effekte vermitteln. Die Verwendung von Zweideutigkeit, Symbolismus, Ironie und anderen Stilelementen der poetischen Diktion lässt ein Gedicht oft für mehrere Interpretationen offen. In ähnlicher Weise stellen Redewendungen wie Metapher, Gleichnis und Metonymie eine Resonanz zwischen ansonsten disparaten Bildern her - eine Schichtung von Bedeutungen, die Verbindungen schafft, die zuvor nicht wahrgenommen wurden. Ähnliche Formen der Resonanz können zwischen einzelnen Versen in ihren Reim- oder Rhythmusmustern bestehen.

Einige Gedichttypen sind einzigartig für bestimmte Kulturen und Gattungen und reagieren auf Merkmale der Sprache, in der der Dichter schreibt. Leser, die daran gewöhnt sind, Poesie mit Dante, Goethe, Mickiewicz oder Rumi zu identifizieren, denken vielleicht, dass sie in Zeilen geschrieben ist, die auf Reim und regelmäßigem Metrum basieren. Es gibt jedoch Traditionen, wie die biblische Poesie, die andere Mittel verwenden, um Rhythmus und Wohlklang zu erzeugen. Viele moderne Gedichte spiegeln eine Kritik an der poetischen Tradition wider, indem sie das Prinzip des Wohlklangs selbst testen oder ganz auf Reim oder festen Rhythmus verzichten. In einer zunehmend globalisierten Welt adaptieren Dichter oft Formen, Stile und Techniken aus verschiedenen Kulturen und Sprachen.

Eine westliche kulturelle Tradition (die mindestens von Homer bis Rilke reicht) verbindet die Produktion von Poesie mit Inspiration - oft durch eine Muse (entweder klassisch oder zeitgenössisch).

Sammlung


Zähle die Mandeln,
zähle, was bitter war und dich wachhielt,
zähl mich dazu.
Paul Celan (1920 - 1970)


Eine Sammlung mit Dichtern mit einem Gedicht

 

Strophe

Eine Strophe (von altgriechisch strophē, deutsch ‚Wendung‘) ist ein (inhaltlicher) Abschnitt (aus mehreren Versen) eines lyrischen Textes.

Vers

Ein Vers ist eine Zeile in einem Gedicht, d.h. eine Gruppe von Wörtern, die horizontal von links nach rechts auf der Seite angeordnet sind und eine Einheit bilden. In diesem Sinne ist es über das Französische aus dem Lateinischen entlehnt (versus: Reihe, Zeile).