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Das Gedicht „An die Bienen“ stammt aus der Feder von Martin Opitz.

Ihr Honigvögelein, die ihr von den Violen
Und Rosen abgemeit den wundersüßen Saft,
Die ihr dem grünen Klee entzogen seine Kraft,
Die ihr das schöne Feld so oft und viel bestohlen,

Ihr Feldeinwohnerin, was wollet ihr doch holen
Das so euch noch zur Zeit hat wenig Nutz geschafft,
Weil ihr mit Dienstbarkeit des Menschen seid behaft
Und ihnen mehrenteils des Honig müsset zollen?

Kommt, kommt zu meinem Lieb auf ihren Rosenmund,
Der mir mein krankes Herz inniglich verwundt,
Da sollt ihr Himmelspeis auch überflüssig brechen:

Wann aber jemand sie will setzten in Gefahr
und ihr ein Leid antun, dem sollt du starke Schar
Für Honig Galle sein und ihn zu Tode stechen.

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