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Das Gedicht „An eben denselben“ stammt aus der Feder von Andreas Gryphius.

XX.

Der Himmel hat auf mich gewütet.
Er hat mich mehr denn hoch betrübt
Und alles / was mein Herz geliebt
Mit Erden / in der Gruft beschüttet /

Er hat im Elend mich verhüttet /
Er hat durch Marter mich geübt
Gleich einem / den man übergibt
Der Pein / die Seel und Fleisch zerrüttet.

Doch! Dass ich bisher nicht verschmachtet /
Das mich die Welt noch lebend achtet? /
Rührt daher / das mein Herz bei Schönborn sich befunden.

Ich fühle denn den rauen Schlag
Als ein entseelter Leib / die Plag /
Ja als ein Fels: den Sturm / als Marmor: eine Wunden.

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