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Das Gedicht „An Giorgio Vasari“ stammt aus der Feder von Michelangelo Buonarroti.

Ein Maultier, Kerzen, wahre Zuckermassen!
So über mein Vermögen handelt Ihr,
Dazu die grosse Flasche Malvasier,
Dass ich Sankt Michael muss die Wage lassen.

Zu schönes Wetter lässt kein Lüftchen blasen:
Das Segel hängt, der Kurs entschwindet mir,
Mein schwaches Schifflein scheint ein Splitter schier,
Den wilden Meeresfluten überlassen.

Erwäg' ich Eure Gaben, Eure Güte
Und Speis' und Trank und freundliches Bedenken,
Dass man auf Reisen sorglich mich behüte, —

Dann würde sich mein Dank auf nichts beschränken,
Selbst wenn ich Euch mich selbst als solchen biete,
Denn eine Schuld bezahlen, heisst nicht schenken.

Quelle: Übersetzt von Bettina Jacobson (1841 - 1922) einer deutschen Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie übersetzte auch das Gedicht Der Rabe von Edgar Allan Poe.

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