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Das Gedicht „An Hyperbolus“ stammt aus der Feder von Friedrich von Hagedorn.

Du sagst uns güldne Berge zu,
Und leistest nichts, und darfst dies Geben nennen:
So wirst du heute mir vergönnen,
Freigebiger zu sein, als du.
Ich schenke dir, so mancher Wahrheit wegen;
Ich schenke dir, Hyperbolus:
In deinen Bücherschatz den ganzen Livius;
In deinen Waffensaal des großen Rolands Degen;
Zehn Stück, ins Cabinet, von Rubens freier Hand;
Ein ächtes Phönixnest, die Beute ferner Reisen:
Für dein Gemahl Pitts großen Diamant;
Für deinen ersten Sohn den Wasserstein der Weisen;
Und alles, was du sonst, dich zu bereichern, liebst:
Herr, das empfange, wie du gibst.

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