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Das Gedicht „An Ihn“ stammt aus der Feder von Adele Schopenhauer.

Ich atme Deinen Namen nicht!
Kein Hauch verrät mein zitternd Herz,
In seinen Adern wühlt der Schmerz,
Geheimer Qualen glühend Erz,
In tiefstem Schacht - doch fern dem Licht!

Ich klag' um meine Liebe nicht!
Sie brach in's Leben ungesucht:
Der Lava Strom trägt reiche Frucht,
Doch der Verheerung wehrt nicht Flucht:
Gewaltsam seine Bahn er bricht!

Ich frage nach dem Ende nicht!
Dein Glück und Elend sei mein Los;
Aus der Zerstörung dunklem Schoß
Ringt sich der Keim der Blüte los,
Ich frage nach dem Ende nicht -
Was hilft's, daß man vom Tode spricht!

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