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Das Gedicht „Andacht“ stammt aus der Feder von Ludwig Tieck.

Wann das Abendrot die Haine
Mit den Abschiedsflammen küßt, –
Wann im prächt'gen Morgenscheine
Lerchenklang die Sonne grüßt, –

O dann werf ich Jubellieder
In's Lobpreisen der Natur,
Echo spricht die Töne wieder,
Alles preißt den Ew'gen nur.

Mit den Quellen geht mein Grüßen,
Und das taube Herz in mir
Hat dem Gott erwachen müssen,
Der uns schirmet für und für.

Meereswogen laut erklingen,
In den Wäldern wohnt manch Schall:
Und wir sollten nicht besingen,
Da die Freude überall? –

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