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Das Gedicht „Auf dem Flusse“ stammt aus der Feder von Wilhelm Müller.

Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruß.

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

In deine Decke grab′ ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund′ und Tag hinein:

Den Tag des ersten Grußes,
Den Tag, an dem ich ging;
Um Nam′ und Zahlen windet
Sich ein zerbroch′ ner Ring.

Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob′ s unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?

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