Ferdinand Avenarius

Herbststurm

Fern von den Andern
Im Sturm zu wandern,
Wenn durch brausende
Eichenhallen
Geisterstimmen
In festlichen Stunden
Zusammenwallen
Zum Totengesange
Dem, was entschwunden –
Was liebst du mehr?

In deinem Innern
Schwillt das Erinnern
Und tönt hinaus,
Feldherrenbefehl
Ins Schlachtgebraus:
Den Gebot
Erweckt, was tot –
Rot
Jauchzt dir’s hernieder,
Und wieder
Lebst du, der du im glatten
Alltag ein Schatten nur
Warst unter Schatten.