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Das Gedicht „Bei ihrem Grabe“ stammt aus der Feder von Matthias Claudius.

Diese Leiche hüte Gott!
Wir vertrauen sie der Erde,
Daß sie hier von aller Not
Ruh und wieder Asche werde.

Da liegt sie, die Augen zu
Unterm Kranz, im Sterbekleide!
Lieg und schlaf in Frieden du,
Unsre Lieb und unsre Freude!

Gras und Blumen gehn herfür,
Alle Samenkörner treiben,
Treiben - und sie wird auch hier
In der Gruft nicht immer bleiben.

Ausgesät nur, ausgesät
Wurden alle die, die starben;
Wind und Regenzeit vergeht,
Und es kommt ein Tag der Garben.

Alle Mängel abgetan,
Wird sie dann in bessern Kränzen
Still einhergehn und fortan
Unverweslich sein und glänzen.

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