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Die besten Gedichte von Bettina von Arnim (1785 - 1859) - einer bedeutenden deutschen Schriftstellerin (Epoche der Romantik).

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

O Nachtigall dein edler Schall, bringt uns sehr große Freud,
Dein Stimm durchstreift all Berg und Tal, zur schönen Sommerzeit,
Wenn du fängst an zu zücken, die Vöglein schweigen still,
Es läßt sich keiner blicken, keiner mehr singen will.

 

Blumen
sind
die
Liebesgedanken
der
Natur

Leben & Werk

Bettina von Arnim (geborene Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano) wurde in Frankfurt am Main geboren, in die große Brentano-Familie eines italienischen Kaufmanns. Ihre Großmutter, Sophie von La Roche, war eine Schriftstellerin und ihr Bruder war Clemens Brentano, bekannt für seine Lyrik, Libretti und Singspiele. Von klein auf wurde Bettina von ihren Geschwistern "der Kobold" genannt, ein Spitzname, den sie auch später in der Berliner Gesellschaft beibehielt.

Nachdem sie von 1794 bis 1797 die Klosterschule der Ursulinen in Fritzlar besucht hatte, lebte Bettina eine Zeit lang bei ihrer Großmutter in Offenbach am Main und von 1803 bis 1806 bei ihrem Schwager, dem berühmten Juristen Friedrich von Savigny, in Marburg. 1807 lernte Bettina in Weimar Goethe kennen, für den sie eine innige Leidenschaft hegte, die der Dichter jedoch nicht erwiderte, obwohl er mit ihr in Briefkontakt trat. Ihre Freundschaft fand 1811 ein jähes Ende, bedingt durch Bettinas Verhalten gegenüber Goethes Frau.

1811 heiratete Bettina Achim von Arnim, den Freund ihres Bruders. Das Paar ließ sich zunächst auf Schloss Wiepersdorf, dann in Berlin nieder. Sie bekamen 7 Kinder.

Achim starb 1831, aber Bettina blieb in der Öffentlichkeit aktiv. Ihre Leidenschaft für Goethe lebte wieder auf, und 1835 veröffentlichte sie ihr Buch "Goethes Briefwechsel mit einem Kinde". Das Buch ist zum großen Teil fiktiv wurde aber ein Verkaufserfolg.

Sie schrieb, inspirierte und publizierte weiter bis zum 20. Januar 1859, als sie im Alter von 73 Jahren in Berlin starb, umgeben von ihren Kindern. Ihr Grab befindet sich auf dem Wiepersdorfer Kirchhof.

Werk

In den Jahren 1806 bis 1808 half von Arnim beim Sammeln der Volkslieder, aus denen Des Knaben Wunderhorn entstand, das Gemeinschaftswerk ihres Bruders und ihres späteren Mannes Achim von Arnim. Einige der Lieder wurden später von einer Reihe von Komponisten vertont, unter anderem von Gustav Mahler. Die Sammlung wurde zu einem Prüfstein für den musikalischen und poetischen Stil der Romantik. Von 1808 bis 1809 studierte sie Gesang, Komposition und Klavier in München bei Peter von Winter und Sebastian Bopp. Ihr erstes Lied veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Beans Beor, das sie auch später gelegentlich verwendete. Bettina sang kurzzeitig in der Berliner Singakademie und komponierte Vertonungen hellenistischer Gedichte von Amalie von Helvig.

Obwohl die häuslichen Pflichten, die mit ihrer Heirat mit von Arnim 1811 verbunden waren, ihre Produktivität verringerten, sind mehrere Kunstlieder aus dieser Zeit wiedergefunden und in Werke und Briefe veröffentlicht worden. Von Arnim war die erste Komponistin, die das Werk des Dichters Hölderlin vertonte.

Sie war eine Muse der Progressiven in Preußen, verbunden mit der sozialistischen Bewegung und eine Fürsprecherin der unterdrückten jüdischen Gemeinde. Sie veröffentlichte zwei politisch dissidente Werke, entging aber aufgrund ihrer Freundschaft mit dem König von Preußen einer Zurechtweisung.

Nach dem Tod ihres Mannes 1831 setzte Bettina ihr Engagement für die kreative Gemeinschaft fort. Sie veröffentlichte eine Sammlung von sieben Liedern zur öffentlichen Unterstützung des preußischen Musikdirektors Gaspare Spontini, der damals unter Zwang stand.

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: