Friedrich Wilhelm Carové

Klagen und Tröstung

      Schwarze Aeuglein, hell und klar,
      Sagt, was hab’ ich euch gethan,
      Daß ihr mich so schwer verwundet? –
»Thöricht sprichst du ganz und gar;
Schau uns nur noch länger an,
Und du fühlst dich bald gesundet.«

      Liebes Mündlein, rosenroth,
      Weißt du nicht, daß tiefen Schmerz
      Mir dein Lächeln stets bereitet? –
»Stille doch von deiner Noth;
Eitel Freude wird dem Herz,
Was zuerst ihm schien verleidet.«

      Süße Rede, sanft und mild,
      Schweig, ich bitte, sonst das Herz
      Muß in Liebe mir vergehen. –
»Liebes Närrchen, werd’ nicht wild;
Stirbt das Herz in Liebesschmerz,
Wird in Lieb’ es auferstehen!« –