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Das Gedicht „Da ward auch die zur Frucht Erweckte“ stammt aus der Feder von Rainer Maria Rilke.

Da ward auch die zur Frucht Erweckte,
die schüchterne und schöner schreckte,
die heimgesuchte Magd geliebt.
Die Blühende, die Unentdeckte,
in der es hundert Wege gibt.

Da ließen sie sie gehn und schweben
und treiben mit dem jungen Jahr;
ihr dienendes Marien-Leben
ward königlich und wunderbar.
Wie feiertägliches Geläute
ging es durch alle Häuser groß;
und die einst mädchenhaft Zerstreute
war so versenkt in ihren Schoss
und so erfüllt von jenem Einen
und so für Tausende genug,
daß alles schien, sie zu bescheinen,
die wie ein Weinberg war und trug.

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