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Das Gedicht „Das sei mein Trost allein“ stammt aus der Feder von Friedrich Rückert.

Das sei mein Trost allein:
Untröstlich will ich sein.

O sprecht nur Trost mir ein!
Ihr tröstet mich mit nichten;
Ich muß in meiner Pein
Auf jeden Trost verzichten,
Das sei mein Trost allein:
Untröstlich will ich sein.

O sprecht nur Trost mir ein,
Das Weh in mir zu schwichten!
Wird es entschlafen? Nein,
Es wird empor sich richten.
Das sei mein Trost allein:
Untröstlich will ich sein.

O bringt nur Trost herein,
Die Nacht in mir zu lichten!
Es wird auf jeden Schein
Das Dunkel sich verdichten.
Das sei mein Trost allein:
Untröstlich will ich sein.

Ja, tröstet mich nur fein
Mit vielen Trostgeschichten!
Und stimmen sie nicht ein,
Will ich den Streit schon schlichten:
Da sei mein Trost allein:
Untröstlich will ich sein.

Helft alle, groß und klein,
Mit Trost mich auszurichten!
Trost such' ich mir zur Pein,
Trost, um ihn zu vernichten.
Das sei mein Trost allein:
Untröstlich will ich sein.

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