GedichteGedichte

Das Gedicht „Der Hidalgo“ stammt aus der Feder von Emanuel Geibel.

Es ist so süß zu scherzen
Mit Liedern und mit Herzen
Und mit den ernsten Streit!
Erglänzt des Mondes Schimmer,
Da treibt′ s mich fort vom Zimmer,
Durch Platz und Gassen weit;
Da bin zur Lieb′ ich immer
Wie zum Gefecht bereit.

Die Schönen von Sevilla
Mit Fächern und Mantilla
Blicken den Strom entlang;
Sie lauschen mit Gefallen,
Wenn meine Lieder schallen
Zum Mandolinenklang.
Und dunkle Rosen fallen
Mir vom Balkon zum Dank.

Ich trage, wenn ich singe,
Die Zither und die Klinge
Vom Toledan′ schen Stahl.
Ich sing an manchem Gitter
Und höhne manchen Ritter
Mit keckem Lied zumal,
Den Damen gilt die Zither,
Die Klinge dem Rival.

Auf denn zum Abenteuer,
Schon losch der Sonne Feuer
Jenseits der Berge aus.
Der Mondnacht Dämmrungsstunden,
Sie bringen Liebeskunden,
Sie bringen blut′ gen Strauß,
Und Blumen oder Wunden
Trag morgen ich nach Haus.

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