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Das Gedicht „Der kleine Landmann“ stammt aus der Feder von Wolfgang Müller von Königswinter.

Thaute auf vom Frost die Welt,
Wollen wir nicht warten,
Ziehen wir in Wies’ und Feld,
Ziehn wir in den Garten.

Unsern Acker, braun und grau,
Soll der Pflug bestellen;
Samen streu’n wir in die Au,
Wachsend soll er schwellen.

In dem Garten jedes Beet
Wird neu umgegraben,
Daß es bald voll Kräuter steht,
Aug’ und Mund zu laben.

Manchen kleinen Rieselbach
Ziehn wir durch die Wiesen,
Grünend wird der Rasen wach,
Und die Halme sprießen.

An den Bäumen emsiglich
Schneiden wir die Zweige,
Daß im Herbste jeder sich
Voll von Früchten neige.

So entsprießet Korn und Klee,
Alle Beete blühen,
Von dem Baum fällt Blütenschnee:
Lohn erwächst den Mühen.

Wolfgang Müller von Königswinter

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