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Das Gedicht „Der Wind auf leeren Straßen …“ stammt aus der Feder von Friedrich Spee.

Der Wind auf leeren Straßen
streckt aus die Flügel sein,
streicht hin gar scharf ohn Maßen
zur Bethlems Krippen ein;
er brummlet hin und wieder,
der fliegend Winterbot,
greift an die Gleich und Glieder
dem menschgewordnen Gott.

Ach, ach, laß ab von Brausen,
laß ab, du schnöder Wind,
laß ab von kaltem Sausen
und schon dem schönen Kind!
Vielmehr du deine Schwingen
zerschlag im wilden Meer,
allda dich satt magst ringen,
kehr nur nit wieder her.

Friedrich Spee

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