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Das Gedicht „Die Insel der Vergessenheit“ stammt aus der Feder von Anna Ritter.

Liegt irgendwo im weiten Meer
Ein selig, weltverloren Land,
Still ziehn die Wolken drüber her,
Und leise ebbt die Flut am Strand.

Uralte Bäume grünen dort
Und wölben sich zum dichten Hain,
In den drang nie ein Menschenwort,
Nie eines Menschen Blick hinein.

Aus purpurroten Kelchen steigt
Ein seltsam süßer, müder Hauch,
Versonnen sich der Himmel neigt
Und reglos träumen Busch und Strauch.

Am Ufer schaukelt sich ein Kahn,
Die Wellen plätschern sacht am Kiel -
Wen holt er ab auf weiter Bahn,
Wen trägt er her zum sel'gen Ziel?

Ach, dass der Kahn mich holen müßt'
Aus dieser bangen, bangen Zeit,
Daß ich den Weg zu finden wüßt'
Zur Insel der Vergessenheit.

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