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Das Gedicht „Die Mutter“ stammt aus der Feder von Gustav Falke.

(Ein Traum)

Es war im Garten. Fröhliche Gesellen
Umgaben mich. Wir tranken. Und in hellen
Plätschernden Bächen sprudelten die Worte
Von jungen Lippen. Aber nah der Pforte,
In einer einsamen, erhöhten Laube,
Saß meine Mutter. Eine reife Traube
Lag vor ihr auf dem Teller, und sie aß
Und hörte nicht auf uns. Wie sie so saß,
Wegbreit nur von uns und doch abgeschieden,
Einsam in ihres Alters blassem Frieden,
Zwang mir's den Blick magisch dahin, doch konnte
Ich nicht vom Platz, den Jugend übersonnte
Und laute Lust umklang. Auf einmal schwand
Das alles, und es langte eine Hand,
Alt, rührend welk und kühl, wie aus der Erde
An meinem Bettrand auf mit Bittgebärde:

Willst du mir deine Hand nicht geben? Ach,
Kaum dass ich gab, und weinend wurd ich wach.

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