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Das Gedicht „Die Zukunft“ stammt aus der Feder von Friedrich Gottlieb Klopstock.

Himmlischer Ohr hört das Getön der bewegten
Sterne; den Gang, den Seleno und Pleione
Donnern, kennt es, und freut hinhörend
Sich des geflügelten Halls,

Wenn der Planet fliehend sich wälzt, und im Kreislauf
Eilet, und wenn, die im Glanze sich verbergen,
Um sich selber sich drehn! Sturmwinde
Rauschen, und Meere dann her!

Hesperus Meer, Meere des Monds, und der Erd’, ihr
Sanfter, allein wie erhebt sichs im Bootes,
O wie türmt es empor! Hochwogig
Donnerte am Felsengestad!

Lauter noch schwebt dort der Altar, und die gold’ne
Königin dort, mit dem Palmzweig’ in der Rechte!
Lauter schwingt sich der Schwan, und lauter
Wehet die Rose daher.

Psalmengesang tönet darein! Die erhabnen
Feirer am Thron, die Gerechten und Vollkomnen
Singen Jubel und Preis! Anbetung!
Danken, sie können es, Gott!

Ahndung in mir, dunkles Gefühl der Entzückung,
Welche den Staub an dem Staub einst unaussprechlich
Trösten soll, o Gefühl, Weissager
Inniger ewiger Ruh,

Lispel, entflohn jenem Gesang der entflammten
Söhne des Heils, o, besuch oft die beladnen
Erdewanderer, komm mildtätig,
Trockne des Weinenden Blick!

Strahlendes Heer, Welten! ist auch ein Erschaffner
Irgendwo noch, wie der Mensch, schwach? Es erschreckt uns
Unser Retter, der Tod! Sanft kommt er,
Leis’ im Gewölke des Schlafs;

Aber er bleibt fürchterlich uns, und wir sehn nur
Nieder ins Grab, ob er gleich uns zur Vollendung
Führt, aus Hüllen der Nacht hinüber
In der Erkenntnisse Land!

Von der Geduld steinigem Pfad’ in ein heiteres
Wonnegefild! zur Gesellschaft der Vollkommnen!
Aus dem Leben, das bald durch Felsen
Zögernder fließet, und bald

Flüchtiger da, wo, zu verblühn, die bekränzten
Frühling’ ihr Haupt in des Taus Glanz und Gerüchen
Schimmernd heben; es spiel’ hinunter,
Oder es säume, Geschwätz!

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