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Die besten Gedichte von Ferdinand Avenarius (1856 - 1923) - einem deutschen Dichter (Epoche der Frühen Neuzeit und des Humanismus) und Gründer der Zeitschrift "Der Kunstwart" (1887 - 1937).

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

Ich kanns nicht lassen:
Was zwischen uns steht,
Möchte ich fassen –
Dann aber ists verweht,
Ist nicht dort noch hier
Und doch immer zwischen dir und mir,
Und du erkennst
Mich, wie ich dich, nur durch das Gespenst …

 

Lernst du rechte Kunst verstehn,
Lernst du mit hundert Augen sehn,
Fühlst du ganz ihr Klagen und Scherzen,
Fühlst du die Welt mit tausend Herzen.
Quelle: Kunst

Leben & Werk

Ferdinand Ernst Albert Avenarius wurde in Berlin geboren. Sein Vater, Eduard Avenarius, ein Verleger aus Leipzig, gründete eine gemeinsame Tochterfirma mit dem Brockhaus-Verlag. Seine Mutter, Cäcilie geb. Geyer, war eine Tochter des Schauspielers und Malers Ludwig Geyer. Eduard Avenarius vertrat die Firma in Paris, wo er mit Heinrich Heine und Richard Wagner verkehrte, wobei letzterer der Stiefonkel von Ferdinand Avenarius und dessen Bruder, dem Philosophen Richard Avenarius, war. In der Wissenschaft gibt es jedoch Spekulationen, dass Ludwig Geyer nicht nur der Stiefvater, sondern auch der leibliche Vater von Wagner war.

Ferdinand Avenarius besuchte Schulen in Berlin und Dresden und studierte in Leipzig und Zürich Medizin, Naturwissenschaften, Kunst- und Literaturgeschichte sowie Philosophie. 1882 kehrte er nach Dresden zurück, wo er die Zeitschrift Der Kunstwart gründete, das führende Publikationsorgan der deutschen Kulturreformbewegung, das sich der ästhetischen Erziehung sowie der Liebe zu Kultur und Natur verschrieben hatte. Avenarius heiratete die von Schumann geschiedene Else Doehn. Sein Schwiegervater, Dr. Rudolf Doehn, war ein deutscher Schriftsteller und amerikanischer Vertreter in Missouri. 1895 baute Schilling & Graebner für Avenarius eine erste Villa in Blasewitz, wo er mit seiner Frau und seinem Stiefsohn Wolfgang Schumann lebte.

1902 gründete Avenarius zusammen mit dem Kunsthistoriker Paul Schumann den nach Albrecht Dürer benannten Dürerbund, der zur führenden Kulturorganisation im Deutschen Reich, Österreich und der Schweiz wurde. Avenarius war Mitglied im Deutschen Werkbund und gehörte dem Direktorium der deutschen Gartenstadtbewegung an.
Ab 1903 verbrachte Avenarius die Sommermonate in Kampen auf Sylt, als dessen „Entdecker“ und „Popularisierer“ er gilt. Kampen machte ihn zu seinem ersten Ehrenbürger und die Universität Heidelberg ernannte ihn zum Ehrendoktor.

Avenarius wurde vor allem als Herausgeber und Verleger bekannt. Im Jahr 1902 gab er eine sehr erfolgreiche Anthologie deutscher Lyrik heraus: Hausbuch Deutscher Lyrik. Er förderte junge Autoren wie Hermann Häfker und Maler, kämpfte aber heftig gegen alle Erscheinungen von "geringem Geschmack" oder "geringem Wert", wie er z. B. das Werk von Karl May einstufte. Diese Kontroverse dauerte viele Jahre an.

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: