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Die besten Gedichte von Ferdinand von Saar (1833 - 1906) - einem bedeutendem österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker (Epoche des Realismus).

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

Nimmer weiß das Licht zu schätzen,
Wer das Dunkel stets vermied.
Quelle: Reinheit. In: Sämtliche Werke, Zweiter Band.

Leben & Werk

Ferdinand Ludwig Adam von Saarstammte aus einer Beamtenfamilie, die 1793 für die Verdienste der Brüder Johann Adam und Johann Adalbert Saar im Postdienst geadelt wurde. Von 1843 bis 1848 besuchte er das Schottengymnasium, ein katholisches Privatgymnasium in Wien. Er trat 1849 in das 16. Infanterieregiment ein, erreichte 1854 den Rang eines Leutnants und nahm am Italienfeldzug von 1859 teil. In dieser Zeit lernte er Stephan von Millenkovich (bekannt als Milow, 1836-1915) kennen, der seine literarischen Ambitionen teilte.

Er trat 1860 zurück und lebte als freier Schriftsteller in Döbling und Wien. Die 1860er Jahre waren für ihn von großen Schwierigkeiten geprägt, er litt unter finanziellen Problemen und einer Schreibblockade und wurde auf Betreiben seiner Gläubiger sogar mehrfach inhaftiert.

Seine Versuche, als Dramatiker anerkannt zu werden, darunter sein großes Drama Heinrich der Vierte (1865/1867), blieben erfolglos. In den 1870er Jahren verbesserte sich seine Situation jedoch. Ab 1871 verkehrte er im Salon von Josephine von Wertheimstein (1820-1894) und fand die Unterstützung wohlhabender Mäzene, darunter die Familie Salm-Reiferscheidt, die ihm das Wohnrecht in ihren Schlössern in Blansko und Raitz in Südmähren gewährte. Im Jahr 1873 unternahm er mit seinem Freund Milow eine Reise nach Rom. Seine "Novellen aus Österreich" (1877) hatten einen gewissen Erfolg. Im Jahr 1881 heiratete er Melanie Lederer, doch seine Frau beging drei Jahre später Selbstmord.

Er freundete sich mit Marie von Ebner-Eschenbach an, die in der Nähe von Blansko auf Schloss Lysice lebte.
Der Schriftstellerin Ada Christen ermöglichte er ihre erste Publikation.

In den 1890er Jahren wächst sein literarisches Ansehen. Im Jahr 1890 wurde er mit dem Franz-Joseph-Orden ausgezeichnet. Die Kritik lobte seine Wiener Elegien (1893), er galt allgemein als vorbildlicher moderner Dichter1, und Schriftsteller der neuen Generation (Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann, Leopold Andrian, Richard Schaukal, Felix Salten) zollten ihm Anerkennung.

Er hatte eine unausgesprochene Liebe zu Franziska von Wertheimstein (1844-1907), der Tochter von Josephine von Wertheimstein, die nach dem Tod ihrer Mutter den Döblinger Salon übernommen hatte.

Er begeht 1906 Selbstmord, da er an Krebs erkrankt ist.

Sein größter Erfolg beim Publikum wurden die "Wiener Elegien" (1893). Er zählt neben Marie von Ebner-Eschenbach zu den bedeutendsten realistischen Erzählern der österreichischen Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Seine Werke zeichnen sich durch humanistisches Ethos und Sozialkritik aus.

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: