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Das Gedicht „Fürstenlob“ stammt aus der Feder von Friedrich Gottlieb Klopstock.

Dank dir, mein Geist, dass du seit deiner Reife Beginn,
Beschlossest, bei dem Beschluss verhartest:
Nie durch höfisches Lob zu entweihn
Die heilige Dichtkunst,

Durch das Lob lüstender Schwelger, oder eingewebter
Fliegen, Eroberer, Tyrannen ohne Schwert,
Nicht grübelnder, handelnder Gottesleugner,
Halbmenschen, die sich, in vollem dummen Ernst, für höhere

Wesen halten als uns. Nicht alte Dichtersitte,
Nicht Schimmer, der Licht log,
Freunde nicht, die geblendet bewunderten,
Vermochten deinen Entschluss zu erschüttern.

Denn du, ein biegsamer Frühlingsspross
Bei kleineren Dingen,
Bist, wenn es größere gilt,
Eiche, die dem Orkane steht.

Und deckte gebildeter Marmor euch das Grab;
Schandsäul' ist der Marmor: wenn euer Gesang
Kakerlaken, oder Oranutane
Zu Göttern verschuf.

Ruhe nicht sanft, Gebein der Vergötterer! Sie sinds,
Sie habens gemacht, daß nun die Geschichte nur
Denkmal ist; die Dichtkunst
Nicht Denkmal ist!

Gemacht, daß ich mit zitternder Hand
Die Saite von Daniens Friederich rührte;
Sie werde von Badens Friederich rühren,
Mit zitternder Hand.

Denn o wo ist der sorgsame Wahrheitsforscher,
Der geht, und die Zeugen verhört? Geh hin, noch leben die Zeugen,
Und halte Verhör, und zeih, wenn du kannst,
Auch mich der Entweihung!

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