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Das Gedicht „Georg Trakl“ stammt aus der Feder von Else Lasker-Schüler.

Seine Augen standen ganz fern.
Er war als Knabe einmal schon im Himmel.

Darum kamen seine Worte hervor
Auf blauen und weißen Wolken.

Wir stritten über Religion,
Aber immer wie zwei Spielgefährten,

Und bereiteten Gott von Mund zu Mund.
Im Anfang war das Wort.

Des Dichters Herz, eine feste Burg,
Seine Gedichte: Singende Thesen.

Er war wohl Martin Luther.

Seine dreifaltige Seele trug er in der Hand,
Als er in den heiligen Krieg zog.

- Dann wußte ich, er war gestorben -

Sein Schatten weilte unbegreiflich
Auf dem Abend meines Zimmers.

Georg Trakl
Georg Trakl erlag im Krieg von eigener Hand gefällt.
So einsam war er in der Welt. Ich hatt ihn lieb.

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