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Das Gedicht „Hirtenlied“ stammt aus der Feder von Ludwig Rellstab.

Hier oben, auf einsamen Höhen,
Umflossen von Himmelsblau,
von saüselnder Lüfte Wehen,
Hier ruh'ich auf blumiger Au:
Rings lagern die Lämmer im Grünen,
Es tönet der Klang der Schalmei,
Von glänzender Sonne beschienen,
Zieh'n wandernde Vögel vorbei!

Ihr flieget hinaus in die Ferne,
Weit in die unendliche Welt!
Ich weile hier oben so gerne,
Nah'unter dem blauen Gezelt!

Von den Menschen dort unten geschieden,
Von Sorgen und Unmut und Schmerz,
Erfüllt sich mit seligem Frieden
Hir oben das ruhige Herz!

So web sich aus seligen Tagen,
Still gleitend der Lebenslauf,
Die stürmischen Wellen, sie schlagen
Nicht bis hier oben hinauf!
Fromm weidet die silberne Herde
Im grünen, blumigen Land,
Verworrenes Trübsal der Erde
Berührt nicht den heiligen Strand!

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