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Die besten Gedichte von Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875) - einem österreichischen Archäologen, Lyriker, Erzähler und Dramatiker (Epoche der Romantik sowie des Biedermeier).

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

Wanderspruch

Willst von Wunden du gesunden,
Frisch hinaus aus dumpfem Haus!
Alles Leid, so du empfunden,
Heilt Natur dir liebend aus.

Ob die ersten Lerchen schweben,
Ob der Schnee bedeckt den Grund,
Rasch in’s Freie! Da ist Leben,
Da wird dir der Kopf gesund.

Leben & Werk

Der in Wien geborene Johann Gabriel Seidl war der Sohn eines Juristen und studierte selbst Jura. Ab 1829 unterrichtete er an einem Gymnasium in Celje, Slowenien. Im Jahr 1840 wurde er Kustos am Münz- und Antikenkabinett in Wien. Von 1856 bis 1871 war er für die Schatzkammer verantwortlich. Er verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Wien und starb dort 1875.

Seidl schrieb auch den Text zu "Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser, unser Land!" Dies war 1854 die Fassung der österreichischen Kaiserhymne, Musik von Joseph Haydn (Gott erhalte Franz den Kaiser).

Neben seinen wissenschaftlichen Studien veröffentlichte Seidl zahlreiche Gedichte und Erzählungen, darunter die ersten Gedichte von Nikolaus Lenau. Viele seiner Gedichte wurden von Franz Schubert (z.B. "Die Taubenpost" aus Schwanengesang) und Carl Loewe (z.B. "Die Uhr") vertont. Er schrieb nicht nur Gedichte auf Hochdeutsch, sondern verwendete auch die österreichische Mundart.

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: