Paul Kraft

An gewisse Andere

Tier im Menschen, Mensch im Tiere,
Eingeschnürt in Nacht-Visiere,
Ewig Grausein, ewig Schlechtsein,
Ewig dumpfes Ungerechtsein,
Kraut im Feld und Rauch im All,
Schlamm auf Straßen, Sturz und Fall,
Staub und Asche, Stank im Blut,
Niedergang und dürrer Mut,
Eure Güte noch ist Haß,
Härte ohne Ziel und Maß.

Eure Nächte erst sind Tag,
Euer Leuchten ist mein Dunkel,
Sein Erlöschen mein Gefunkel,
Wenn ihr schlaft erst bin ich wach.

Ekel spritzt vor euch zur Erde,
O ihr Tiere! O ihr Herde!
Falsch erworbener Stärke Nützer,
Haß- und Niedertracht-Verspritzer,
Allen Schwachen Tyrannei,
Schlägt die Güte ihr entzwei.

Herz! O Herz! Du dennoch Sieger,
Ob ihr spottet, wenn ich mahne,
Ewigdürren Feldes Pflüger
Als des Lebens schlechtste Krieger,
Über Pranger eures Eifers
Bösbehaglichen Gegeifers,
Über euch und euren Hohn,
Über Gott und Gottes Thron
Donnern meine Wort-Orkane,
Wirbelt meiner Güte Fahne.