Paul Kraft

Du nur bist Licht und Luft und Element

Mein Herz schlägt desto feuriger nach dir,
Je dicker sich die Zeit ballt, die uns trennt,
Und bäumt sich in der Glut, die es verbrennt,
Empor aus dem verpesteten Revier.

Was nicht zu dir gehört, erscheint als Tier.
Du nur bist Licht und Luft und Element.
Und nur dem Ton gebiet’ ich, der dich nennt,
Und der nur loht und wird zu Kunst in mir.

Dein Herz, schon göttlich und Emblem der Güte,
Von meinen Strophen grenzenlos entfacht,
Ist doch dem Göttlichen nicht so vermählt,

Daß mich nicht auch dein Menschliches beseelt
Im Wirbel deines Blondes durch die Nacht,
Vor dem ich einst in Tau und Tränen kniete.