Ernst Lissauer

Capriccio

Da kommt der Wind wie ein Geiger aus Ungarns Steppen,
Nimmt die Fiedel her, spielt eins auf durch die himmlischen Wiesen und Auen,
Die Wolken, die jungen Frauen,
Tanzen mit weitschleifenden, weißseidenen Schleppen.
Mittenhinein
Torkelt Mond, der dicke Kahlkopf, trunken von Rheinwein.
Jauchzend streut er silberne Taler in grellen
Würfen hinab auf die gaffenden Wälder und Wellen.