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Die besten Gedichte von Louise Aston (1814 - 1871) - einer deutschen Schriftstellerin (Epoche des Vormärz) und Vorkämpferin für die demokratische Revolution und Frauenbewegung.

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

Ich achte dennoch eure Tugend nicht,
Verwerfe kühn eu'r heiliges Gericht!
Quelle: Den Frauen. In: Freischärler-Reminiscenzen

Leben & Werk

Louise Franziska Aston war die Tochter des Theologen Johann Gottfried Hoche. Sie heiratete 1835 Samuel Aston, einen wohlhabenden Fabrikbesitzer englischer Abstammung. Sie sollte später sagen, dass ihr Vater sie zur Heirat gezwungen habe. Die Eheleute lebten in Magdeburg, wo sie in der dortigen Gesellschaft für Skandale sorgte. 1839 wurde in Berlin die Scheidung ausgesprochen. Das Paar heiratete erneut und ließ sich 1844 ein zweites Mal scheiden. Nach ihrer zweiten Scheidung lebte sie in Berlin mit dem Dichter Rudolf Gottschall zusammen, befreundete sich mit Otto von Corvin und Max Stirner und lief als Mann verkleidet Zigarren rauchend auf der Straße herum.

Sie war Atheistin, Demokratin und Republikanerin, und sie kritisierte die Ehe. Sie glaubte auch an die Liebe außerhalb der Ehe: Da eine Frau oft gezwungen war, für Geld zu heiraten, und sie wirtschaftlich von ihrem Mann abhängig war, argumentierte sie, dass es schwierig sei, aus Liebe zu heiraten und die Liebe in einer Ehe zu erhalten. Eine Heirat unter solchen Umständen war aus diesen Gründen eine Form der Prostitution. Die zeitgenössische Frauenbewegung hatte ähnliche Ansichten, hielt es aber für gefährlich, sie zu offenbaren, aus Angst, als unmoralisch zu gelten. Aston wurde daher sowohl von der Frauenbewegung als auch von der konservativen Gesellschaft aus unterschiedlichen Gründen wegen ihrer Ansicht kritisiert, dass es erlaubt sein sollte, eine sexuelle Liebesbeziehung zu haben, ohne verheiratet zu sein.

Die Presse nannte sie eine Hure, eine schamlose Heiratsvermittlerin und eine Verführerin. Sie wurde von der Geheimpolizei beobachtet, die ihr Spione nachschickte und ihre Briefe las. Schließlich wurde sie 1846 aus Berlin verbannt, weil man ihre Lebensweise als Bedrohung für die herkömmliche Ordnung ansah: "Ich muss Berlin innerhalb von acht Tagen verlassen, weil ich Ideen geäußert und gelebt habe, die für die konservative Ordnung gefährlich waren." 1848 nahm sie an der revolutionären Welle in Deutschland teil. Während des Krieges diente sie in den Freikorps in Schleswig.

Sie war in der Demokratiebewegung aktiv. Sie gründete eine Zeitung, die von den Zensurbehörden verboten wurde. Sie wurde erneut ausgewiesen, kehrte aber mit einem falschen Pass zurück. Im Jahr 1850 heiratete sie den Arzt Eduard Meier, mit dem sie sehr glücklich wurde. Sie zogen nach Bremen. Sie wurden von den Behörden oft als gefährliche Radikale schikaniert.

Ihr Ehemann Daniel Eduard Meier wurde im Mai 1855 wegen seines Festhaltens an seiner für die Stadt Bremen nicht akzeptablen Ehefrau die Stelle als Leitender Arzt der „Neuen Krankenanstalt“ in Bremen gekündigt; das ständig überwachte Paar verließ Deutschland, um im Krimkrieg auf russischer Seite als Arzt und Pflegerin in der freiwilligen Krankenpflege zu arbeiten.
Anschließend lebten sie im Russischen Kaiserreich, in Ungarn und Österreich, bis sie 1871 wieder nach Deutschland zurückkehrten. Bald darauf starb Louise Aston verarmt, politisch resigniert und von ihren Schriftstellerkollegen isoliert im Alter von 57 Jahren.

Ihr Gatte ließ eine Wildrose auf ihren Grabstein meißeln und schrieb auf seinen eigenen: "Wem ein Weib gab Gott / dem gab er ein Kleinod."

Ihre bekanntesten Werke sind der autobiographischer Roman "Aus dem Leben einer Frau" (1847) sowie "Lydia" (1848) und "Meine Emanzipation" (1846).

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: