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Die besten Gedichte von Ludwig Hölty (1748 - 1776) - einem deutschen ein volkstümlichen Dichter (Epoche des Sturm und Drang) im Umfeld des Hainbunds.

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

Die Liebe macht zum Goldpalast die Hütte,
Streut auf die Wildnis Tanz und Spiel;
Enthüllet uns der Gottheit leise Tritte,
Gibt uns des Himmels Vorgefühl.

 

Rosen auf den Weg gestreut
und des Harms vergessen!
Eine kurze Spanne Zeit
ist uns zugemessen.

Leben & Werk

Ludwig Christoph Heinrich Hölty wurde im Kurfürstentum Hannover in dem Dorf Mariensee (heute Teil von Neustadt am Rübenberge) geboren, wo sein Vater Pastor war. Im Jahr 1769 ging er zum Theologiestudium an die Universität Göttingen. Dort schloss er enge Freundschaft mit Johann Martin Miller, Johann Heinrich Voss, Heinrich Christian Boie, den Brüdern Stolberg und anderen und wurde einer der Gründer des berühmten Göttinger Hainbundes, einer Vereinigung junger Dichter. Als er 1774 die Universität verließ, hatte er alle Absichten aufgegeben, Geistlicher zu werden, aber er sollte keinen Beruf ergreifen. Er starb an Schwindsucht in Hannover.

Hölty war der begabteste Lyriker des Göttinger Kreises. Er wurde von Johann Uz und Friedrich Klopstock beeinflusst, aber seine Liebe zum Volkslied und seine Freude an der Natur bewahrten ihn vor der Künstlichkeit von Uz und der Weltfremdheit von Klopstock. Ein Zug von Melancholie zieht sich durch alle seine Texte. Seine Balladen sind die Wegbereiter der reichen Balladenliteratur nach englischem Vorbild, die in den folgenden Jahren in Deutschland entstand. Zu seinen bekanntesten Gedichten gehören: "Üb' immer Treu' und Redlichkeit" (1776), "Tanzt dem schönen Mai entgegen", und "Wer wollte sich mit Grillen plagen" (1776).

Für viele sind die Anfangszeilen von Höltys Gedicht "Der alte Landmann an seinen Sohn" der Inbegriff aller preußischen Tugenden. Dieses Gedicht wurde von Mozart zu einer Melodie aus der Arie "Ein Mädchen oder Weibchen" aus seiner Oper "Die Zauberflöte" von 1791 vertont. Es wurde täglich vom Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche gespielt, wo Friedrich der Große zunächst begraben wurde.

Höltys Sammlung Gedichte wurde von seinen Freunden Graf Friedrich Leopold zu Stolberg und J. H. Voss herausgegeben (Hamburg, 1783). Eine neue, von Voß um eine Biographie erweiterte Ausgabe erschien 1804, gefolgt von einer vollständigeren, aber immer noch unvollkommenen Ausgabe von F. Voigts (Hannover, 1857). Die erste vollständige Ausgabe war die von Karl Halm (Leipzig, 1870), der Zugang zu bisher nicht bekannten Manuskripten hatte.

Viele von Höltys Gedichten wurden von Komponisten wie Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Fanny Hensel-Mendelssohn und Brahms vertont. Mehrere Straßen und Schulen in Deutschland sind nach ihm benannt; 2008 wurde der alle zwei Jahre stattfindende Lyrikpreis Hölty-Preis nach ihm benannt.

Eines seiner bekanntesten Gedichte ist Der alte Landmann an seinen Sohn das mit der Zeile "Üb' immer Treu' und Redlichkeit bis an dein kühles Grab" beginnt. Es wurde von Wolfgang Amadeus Mozart auf die Melodie Ein Mädchen oder Weibchen aus der Oper Die Zauberflöte mit geringfügiger Abwandlung in Töne gesetzt.

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: