Martin Luther

Jesaia

Jesaia dem Propheten das geschach,
Daß er im Geist den Herren sitzen sach
Auf einem hohen Thron, in hellem Glanz,
Seines Kleides Saum den Chor fullet ganz.
Es stunden zween Seraph bei ihm daran.
Sechs Flugel sach er einen idern han,
Mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar,
Mit zween bedeckten sie die Fuße gar
Und mit den andern zween sie flogen frei,
Gen ander rufen sie mit großem Schrei:
Heilig ist Gott der Herre Zebaoth!
Heilig ist Gott der Herre Zebaoth!
Heilig ist Gott der Herre Zebaoth!
Sein Ehr die ganze Welt erfullet hat!
Von dem Schrei zittert Schwell und Balken gar.
Das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebel war.