Wolfgang Madjera

Herbst-Nachmittag

Noch umleuchten
Der früh versinkenden
Sonne Strahlen
Die bräunlichen Wipfel.

Noch durchschwirrt
Ein vergessener Vogel
Mit hastigem Schrei
Das gelichtete Dickicht.

Aber schon steh'n
Die geröteten Reben
Tränenfeucht,
Ihre Trauben beweinend.

Schon durchstreicht
Der Modergeruch
Gefallenen Laubes
Den schweigenden Wald.

Und schon läuten
Die Glocken im Tale
Die Sommerlust
In's herbstliche Grab.

Doch der Sonne
Verloschene Glut
Und der Lieder
Verklungene Süßigkeit

Und das Geblüte
Der Hügel — o siehe! —
Schäumt nun in blinkenden
Bechern empor.