Gedichte Gedichte

Die besten Gedichte von Matthias Claudius (1740 - 1815) - einem bedeutenden deutschen Dichter (Epoche der Empfindsamkeit) und Journalisten.

Bekannte Gedichte

Kurze Gedichte

Dein Dichter soll nicht ewig Wein
Nicht ewig Amorn necken!
Die Barden müssen Männer sein
Und Weise sein, nicht Gecken!
Mein Neujahrslied, Verse 49-52.

 

Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.

 

In dir ein edler Sklave ist,
Dem du die Freiheit schuldig bist.
Quelle: Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen

 

Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst. - An meinen Sohn Johannes, 1799.

 

Den leeren Schlauch bläßt der Wind auf;
Den leeren Kopf der Dünkel.
Denksprüche alter Weisen, mit meinen Randglossen.

Kuckuck

Wir Vögel singen nicht egal,
der singt laut, der singt leise,
Kautz nicht wie ich, ich nicht wie Nachtigall-
ein jeder hat seine Weise.

Auf den Tod der Kaiserin

Sie machte Frieden! Das ist mein Gedicht.
War ihres Volkes Lust und ihres Volkes Segen,
Und ging getrost und voller Zuversicht
Dem Tod als ihrem Freund entgegen.
Ein Weiterobrer kann das nicht.
Sie machte Frieden! Das ist mein Gedicht.

Der Tod

Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
Tönt so traurig, wenn er sich bewegt
Und nun aufhebt seinen schweren Hammer
Und die Stunde schlägt.

An den Geburtstag eines alten Mannes

Geburtstag, sei mir willkommen!
Und fröhlich will ich an dir sein,
Das hab ich mir recht vorgenommen,
Und trinken Wein
Und trinken Wein und singen Lieder -
Aber Geburtstag, komm auch, wenigstens noch einmal, wieder.

Leben & Werk

Matthias Claudius (Pseudonym Asmus) wurde in Reinfeld bei Lübeck geboren und studierte in Jena. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in der Stadt Wandsbeck, wo er sich einen ersten literarischen Ruf erwarb, indem er von 1771 bis 1775 eine Zeitung namens Der Wandsbecker Bote (Wandsbeck bis zum Jahr 1879 noch mit "ck" geschrieben, heute nur noch mit "k") herausgab, in der er eine große Anzahl von Prosa-Essays und Gedichten veröffentlichte.
Sie waren in reinem und einfachem Deutsch geschrieben und sprachen den Volksgeschmack an; in manchen war eine Ader von extravagantem Humor oder sogar Burleske, während andere voll stiller Meditation und feierlicher Empfindung waren. In seinen späteren Tagen, vielleicht durch den Einfluss von Klopstock , mit dem er eine intime Bekanntschaft gemacht hatte, wurde Claudius stark pietistisch, und die ernstere Seite seiner Natur zeigte sich. 1814 zog er nach Hamburg, in das Haus seines Schwiegersohnes, des Verlegers Friedrich Christoph Perthes, wo er am 21. Januar 1815 starb.

Werk

Sein Gedicht Der Tod und das Mädchen verwendete der Komponist Franz Schubert 1817 für eines seiner berühmtesten Lieder, das wiederum die Grundlage für das gleichnamige Streichquartett von 1824 wurde.

Die gesammelten Werke von Claudius wurden unter dem Titel Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Boten (8 Bde., 1775-1812; 13. Auflage, von C. Redich, 2 Bde., 1902) veröffentlicht. Seine Biographie wurde von Wilhelm Herbst geschrieben (4. Aufl., 1878). Siehe auch M. Schneidereit, M. Claudius, seine Weltanschauung und Lebensweisheit (1898).

Berühmte Verse renommierter Poeten, die sich der Lyrik verschrieben haben: