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Das Gedicht „November“ stammt aus der Feder von Georg Heym.

Blinde stehen im Weg. Ihre großen Lider
Sind wie kleine Felle heruntergehängt,
Eine Sonntagsglocke hinten, die über den Feldern
In der Turmspitze sanft sich schaukelt und schwenkt.

Manchmal ein Leierkasten irgendwo ferne.
Manchmal ein Ton, den der Wind verzehrt.
Und das Herz gibt der Trauer sich gerne,
Unter Wolken, da Sommer so ferne gekehrt.

Oben gehen noch einige Leute
Hoch und schwarz, und ihr Mantel fliegt,
Und die Pappeln sausen über die Himmel,
Braun mit den Köpfen, die Wind verbiegt.

Wer über die Höhen geht, spiegelt sich ferne,
In der winzigen Sonne, lichtlos und tot,
Und über der bergigen Schluchten Kühle
Löschet ein gelbes Abendrot.

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