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Das Gedicht „Oktober“ stammt aus der Feder von Josef Weinheber.

Gilb tanzt das Laub am dürren Schaft.
Die Kelter preßt den holden Saft.
Sankt Gall heimst, was er nicht gebaut,
Simon und Juda schneidt das Kraut.

Die Krähen hocken schwarz und dicht.
Der Knecht das Holz zum Herd hin schlicht'.
Der Brunfthirsch röhrt im Graben drin,
und Regen regnet grau dabin.

Jäh heult der Hund. Im Stubeneck
die Kinder sitzen stumm vor Schreck.
Jetzt bläst der Wind im Sterbehaus
dem Ahn die Totenkerze aus.

Josef Weinheber

Bekannte poetische Verse namhafter Dichter, die sich der Lyrik verschrieben haben: