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Das Gedicht „Seemärchen“ stammt aus der Feder von Gottfried Keller.

Und als die Nixe den Fischer gefaßt,
Da machte sie sich abseiten;
Sie schwarnm hinaus mit lüsterner Hast,
Hinaus in die nächtlichen Weiten.

Sie schwamm in gewaltigen Kreisen herum,
Bald oben, bald tief am. Grunde,
Sie wälzt mit dem Armen sich um und um
Und küßt ihm das Rot vom Munde.

Drei Tage hatte sie Zeitvertreib
Mit ihm in den Meeresweiten,
Am vierten ließ sie den toten Leib
Aus ihren Armen gleiten.

Da schoß sie empor an das sonnige Licht
Und schaute hinüber zum Lande;
Sie schminkte mit Purpur das weiße Gesicht
Und nahte sich singend dem Strande.

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