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Das Gedicht „Sonett“ stammt aus der Feder von Georg Heym.

Kämpf du nur weiter, Mensch, um hohe Ziele.
Mit schwankem Kahne stoße in die Nacht
Und denk, daß Einer über Sternen wacht,
Der Sturm und Blitze bändigt deinem Kiele,

Wenn du das Steuer hältst als wie zum Spiele,
Und wenn dein Herz zu allen Strudeln lacht,
Die Welle, die den Starken stärker macht,
Zerschellt' ihn schnell, wenn feig am Rad er fiele.

Schöpf du aus allem, was dir kommt, Gewinn.
Gewöhne dich, des Sturms dich zu bedienen.
Blick aufwärts stets mit wachem Aug und Sinn.

Dann stiehlt sich wohl ein Lächeln auf die Mienen
Des Weltenschöpfers, und er reicht dir hin,
Was andern nicht in Träumen je erschienen.

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