Gerhard Tersteegen

Andacht bei nächtlichem Wachen

Nun schlafet man;
Und, wer nicht schlafen kann,
Der bete mit mir an
Den großen Namen,
Dem Tag und Nacht
Wird von der Himmelsmacht
Preis, Lob und Ehr gebracht:
O Jesu, Amen.

Weg Phantasie!
Mein Herr und Gott ist hie:
Du schläfst, mein Wächter, nie:
Dir will ich wachen.
Ich liebe dich,
Ich geb zum Opfer mich,
Und lasse ewiglich
Dich mit mir machen.

Es leuchte dir
Der Himmelslichter Zier;
Ich sei dein Sternlein, hier
Und dort zu funkeln.
Nun kehr ich ein;
Herr, rede du allein,
Beim tiefsten Stillesein,
Zu mir im Dunkeln.