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Das Gedicht „Weihnachten“ stammt aus der Feder von Ludwig Bechstein.

Die Leute putzen sich festlich,
Die Glocken tönen fern,
Die Kindlein umtanzen den Christbaum,
Ich tanzte selber gern.

Sie sagen: es ist Weihnachten;
Das mag wohl draußen sein.
Zu mir in meine Zelle
Kommt kein Weihnachten herein.

Ich habe nicht Vater, noch Mutter,
Ich habe nicht Weib, noch Kind,
Ich habe nicht Bruder, noch Schwester,
Und habe kein Hausgesind.

So kann ich keinem bescheren,
Und niemand bescheret mir,
Und ich bin so freudlos und einsam, —
Ich möchte sterben schier.

Ludwig Bechstein

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