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Das Gedicht „Wo wäre denn Vernunft und Recht?“ stammt aus der Feder von Johann Gottfried Seume.

Wo wäre denn Vernunft und Recht?
Ich sehe nichts als Büttel und als Knecht.
Man stürmt und braust und peitscht nach Noten
Den Sklaven hier, dort den Heloten.
Das alt-meropische Geschlecht
Hat jederzeit, wo ihm Gefahren drohten,
Sich in die Wette feil geboten.
Kaum ruft es: "Dieser ist Tyrann!"
So straft's mit Wut und eilt und wählet dann
Den zehnfach schlimmeren Despoten.

Johann Gottfried Seume

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