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Das Gedicht „Hinüber wall ich“ stammt aus der Feder von Novalis.

Hinüber wall ich,
Und jede Pein
Wird einst ein Stachel
Der Wollust sein.

Noch wenig Zeiten,
So bin ich los,
Und liege trunken
Der Lieb im Schoß.

Unendliches Leben
Wogt mächtig in mir
Ich schaue von oben
Herunter nach dir.

An jenem Hügel
Verlischt dein Glanz –
Ein Schatten bringet
Den kühlenden Kranz.

O! sauge, Geliebter,
Gewaltig mich an,
Daß ich entschlummern
Und lieben kann.

Ich fühle des Todes
Verjüngende Flut,
Zu Balsam und Äther
Verwandelt mein Blut –

Ich lebe bei Tage
Voll Glauben und Mut
Und sterbe die Nächte
In heiliger Glut.

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