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Das Gedicht „An die Sternen“ stammt aus der Feder von Andreas Gryphius.

XXXVI.

Ihr Lichter / die ich nicht auf Erden satt kann schauen /
Ihr Fackeln / die ihr Nacht und schwarze Wolken trennt
Als Diamante spielt / und ohn Aufhören brennt;
Ihr Blumen / die ihr schmückt des großen Himmels Auen:

Ihr Wächter / die als Gott die Welt auf-wollte-bauen;
Sein Wort die Weisheit selbst mit rechten Namen nennt
Die Gott allein recht misst / die Gott allein recht kennt.
(Wir blinden Sterblichen! was wollen wir uns trauen!)

Ihr Bürgen meiner Lust / wie manche schöne Nacht
Hab ich / in dem ich euch betrachtete / gewacht?
Herolden dieser Zeit / wenn wird es doch geschehen

Daß ich / der euer nicht allhier vergessen kann /
Euch / derer Liebe mir steckt Herz und Geister an
Von andern Sorgen frei werd unter mir besehen?

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