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Das Gedicht „Der Frohsinn“ stammt aus der Feder von Friedrich Gottlieb Klopstock.

Voller Gefühl des Jünglings, weil’ ich Tage
Auf dem Ross’, und dem Stahl’, ich seh des Lenzes
Grüne Bäume froh dann, und froh des Winters
Dürre beblütet.

Und der geflohnen Sonnen, die ich sahe,
Sind so wenig doch nicht, und auf dem Scheitel
Blühet mir es winterlich schon, auch ist es
Hier und da öde.

Wenn ich dies frische Leben regsam atme;
Hör’ ich dich denn auch wohl, mit Geistes Ohre,
Dich dein Tröpfchen leises Geräusches träufeln,
Weinende Weide.

Nicht die Zypresse, denn nur traurig ist sie;
Du bist traurig und schön, du ihre Schwester,
O es pflanze dich an das Grab der Freund mir,
Weide der Tränen!

Jünglinge schlummern hin, und Greise bleiben
Wach. Es schleicht der Tod nun hier, nun dort hin,
Hebt die Sichel, eilt, dass er schneide, wartet
Oft nicht der Ähre.

Weiß auch der Mensch, wenn, ihm des Todes Ruf schallt?
Seine Antwort darauf? Wer dann mich klagen
Hört, verzeih dem Toren sein Ach; denn glücklich
War ich durch Frohsinn!

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