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Das Gedicht „Die Sonne sinkt“ stammt aus der Feder von Friedrich Nietzsche.

Nicht lange durstest du noch,
verbranntes Herz!
Verheißung ist in der Luft,
aus unbekannten Mündern bläst mich′ s an,
- die große Kühle kommt…

Meine Sonne stand heiß über mir im Mittage:
seid mir gegrüßt, daß ihr kommt,
ihr plötzlichen Winde,
ihr kühlen Geister des Nachmittags!

Die Luft geht fremd und rein.
Schielt nicht mit schiefem
Verführerblick
die Nacht mich an?…
Bleib stark, mein tapfres Herz!
Frag nicht: warum?

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