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Das Gedicht „Epigramme“ stammt aus der Feder von Angelus Silesius.

Die Unruh kommt von dir
Nichts ist, das dich bewegt,
du selber bist das Rad,
das aus sich selbsten läuft
und keine Ruhe hat.

Man weiß nicht, was man ist
Ich bin und weiß nicht wer,
ich komm' und weiß nicht woher,
ich geh' und weiß nicht wohin
– mich wundert, dass ich so fröhlich bin!

Der Himmel ist in dir
Halt an, wo läufst du hin,
der Himmel ist in dir,
suchst du Gott anderswo,
du fehlst ihn für und für.

Die neue und alte Liebe
Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein;
je mehr sie alt und klar,
je stiller wird sie sein.

Der Mensch ist Ewigkeit
Ich selbst bin Ewigkeit, wenn ich die Zeit verlasse
Und mich in Gott und Gott in mich zusammenfasse.

Das Bildnis Gottes
Ich trage Gottes Bild: wenn er sich will besehn,
So kann es nur in mir, und wer mir gleicht, geschehn.

Die hohe Würdigung
O hohe Würdigung! Gott springt von seinem Thron
Und setzet mich darauf in seinem lieben Sohn.

Der Leib ist Ehren wert
Halt deinen Leib in Ehrn, er ist ein edler Schrein,
In dem das Bildnis Gotts soll aufbehalten sein.

Jetzt mußt du blühen
Blüh auf, gefrorner Christ, der Mai ist vor der Tür,
Du bleibest ewig tot, blühst du nicht jetzt und hier.

Gott ist ein Brunn

Gott gleicht sich einem Brunn; er fließt ganz mildiglich
Heraus in sein Geschöpf und bleibet doch in sich.

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