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Das Gedicht „An den Rhein“ stammt aus der Feder von Herbert Eulenberg.

Gewalt'ger Bruder, wag ich es, dein Bild,
das immerzu an mir vorüberfließt
und sich voll Majestät in mich ergießt,
im Vers zu spiegeln als dein helles Schild:

Ich diene dir getreu an meiner statt.
Mein Haus prangt fest an deinem weichen Rand,
mit blanken Augen froh dir zugewandt,
sieht es wie ich sich niemals an dir satt.

Am liebsten freilich bist du uns bei Nacht.
Du schläfst nicht ein, ziehst deine große Bahn
gleich uns gewunden durch des Daseins Macht

Dem Meer, dem Tode zu. Du fühlst ihn nahn,
und unter den Gestirnen wirr entfacht
singst du im Sterben leise wie ein Schwan.

Herbert Eulenberg

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