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Das Gedicht „Ins Zwielicht“ stammt aus der Feder von William Butler Yeats.

Verbrauchtes Herz in der verbrauchten Zeit,
Entwinde dich den Netzen von Unrecht und Recht,
Lach wieder, Herz, im grauen Zwielicht,
Seufze wieder, werde im Morgentau weit.

Deine Mutter Irland ist immer jung,
Tau immer hell und Zwielicht grau,
Fällt auch Hoffnung von dir und geht Lieb entzwei,
Verglüht im Feuer der Lästerung.

Komm, Herz, hin wo sich Hügel auf Hügel häuft:
Denn da ist die mystische Bruderschaft
Von Sonne und Mond und Höhle und Wald
Wo Strom und Bach nach freiem Willen verläuft.

Und Gott steht und windet sein einsames Hörn
Und Zeit und die Welt sind stets auf der Flucht
Und die Liebe ist freudloser als das graue Zwielicht
Und Hoffnung liebloser als der Tau in der Früh.

William Butler Yeats

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